Pferdeprozession Warendorf

Wie entstand die Pferdeprozession?
Foto: Gabi Wild
Im Jahr 2000 hatte der damalige Kreisdechant Walter Suwelack die Idee, Pferderitte und Marienbögen zusammenzubringen. Er suchte sich einige Gleichgesinnte und plante mit deren Unterstützung den „1. Warendorfer Bogenritt.

Da diese Veranstaltung von den Teilnehmern, aufgerufen waren Gespannfahrer und Hobbyreiter, gut angenommen wurde, wurde ein zweijähriger Rhytmus zur Durchführung beschlossen. In den Jahren 2002 und 2004 wurde der Bogenritt ebenfalls erfolgreich durchgeführt. Hier hatte sich aus einer Idee ein echtes „Zugpferd“ für die Reiterstadt Warendorf entwickelt.

In den darauffolgenden Jahren schien der Bogenritt jedoch einzuschlafen. Es war die Rede von zu viel organisatischem Aufwand und einer Kostenexplosion. Mehrmals wurde von einzelnen Personen nachgebohrt, sei es durch persönliche Anfragen oder durch Leserbriefe in der Lokalpresse, wo denn die „imens hohen Kosten“ liegen. Diese Fragen bleiben jedoch bis heute unbeantwortet. So fiel der Bogenritt 2006 tatsächlich aus, sehr zum Bedauern von Teilnehmern aber auch Zuschauern. Wo hat man schon die Gelegenheit, ein so buntes Programm und eine so große Rassevielfalt zu bewundern?

Im Sommer 2006 kamen Wilfried Franzke, Josef Stamkötter und Jörg Drewes ins Gespräch und fanden den Ausfall sehr bedauerlich. Die Idee den Bogenritt in einer Privatinitiative durchzuführen war schnell geboren. Ein Konzept wurde über den Winter erarbeitet. Viel Zeit wurde investiert, denn an Ideenreichtum fehlte es nicht.

Um die Genehmigung zur Durchführung, der bis hierhin immer noch  „Bogenritt“ heißenden Veranstaltung zu bekommen, wurden den Organisatoren seitens der Stadt jedoch etliche Steine in den Weg gelegt, die es zu beseitigen galt. Von hier an kam Walter Steinbach ins Spiel. Dieser war von der Idee so beeindruckt, daß er seine politische Erfahrung einsetzte und so den Weg für den Ritt durch die Marienbögen bahnte.

Einige Stimmen wurden laut, die „neuen“ Veranstalter würden sich einige Vorschußlorbeeren mit dem Namen  „Bogenritt“ verschaffen. Dieses konnte nicht ausgeschlossen werden, da die Grundidee übernommen und ausgebaut worden ist. Aus diesem Grund heißt die Veranstaltung seit dem Jahr 2007 „Warendorfer Pferdeprozession durch die Marienbögen“.
Als Veranstalter mußte aus haftungstechnischen Gründen eine Privatperson oder ein eingetragener Verein auftreten. Kurzerhand wurde der „Verein zur Förderung der Pferdeprozession und kultureller Aktivitäten in Warendorf e.V.“ gegründet.

Die erste Warendorfer Pferdeprozession wurde ein voller Erfolg!

Beim Einmarsch über die Emsstraße löste es bei den Veranstaltern Gänsehautstimmung aus und einige feuchte Augen vor Rührung waren zu sehen. Die Straßen waren dicht gesäumt wie beim Rosenmontagsumzug. Menschen aus Nah und Fern waren gekommen um dieses in Deutschland einmalige Spektakel zu bestaunen.

Die Glocke“ titelte am Montag nach der Prozession „Pferdeprozession- Höhepunkt im Warendorfer Jahr“. 

Die "Westfälischen Nachrichten" berichteten an diesem Tag
"Es stimmte einfach alles - Pferdeprozession ein voller Erfolg - 2500 Besucher auf dem Warendorfer Marktplatz"